Oderberger Dreieck  

Marthashof, Schwedter Strasse 37-40 (im Oderberger Dreieck): von 1853 bis 1943

31. Oktober 1854: die Mädchenherberge am Verlorenen Weg wir eingeweiht

16. Juli 1855: Gründung einer Kleinkinderschule (Kindergarten) für Jungen und Mädchen zwischen drei und sechs Jahren

November 1855: Pfarrer Theodor Fliedner kauft das gesamte Anwesen am Verlorenen Weg

Bild

Am 3. Oktober 1859 wird die Schule mit 14 Mädchen offiziell eröffnet; im April 1860 sind es bereits 26, und bis zum Ende des ersten Schuljahres 46 Schülerinnen, im Jahr 1877 gilt die Schule mit 145 Schülerinnen als überfüllt. Ihre höchste Auslastung erreicht die Marthashofschule mit mehr als 450 Schülerinnen in den Jahren 1917/18. Die Aufgabenfelder haben sich längst von der Mägdeherberge zugunsten der Mädchen- und Frauenbildung verschoben.

1923: ein Schulhort für Mädchen und zum ersten Mal auch für Jungen wird eingerichtet.

Seit 1924 erhält die Mädchenschule erstmals finanzielle Zuwendungen und wird ab 1925 regelmäßig unterstützt.

Im Oktober 1934 feiert die Schule ihr 75jähriges Bestehen, allerdings mehren sich seit Mitte der dreißiger Jahre die Anzeichen, dass die Mädchenschule geschlossen werden soll: der nationalsozialistsche Staat erhebt den alleinigen Anspruch auf das Schulwesen und sucht die Privatschulen, insbesondere die konfessionellen zu verdrängen.

Das Kaiserswerther Mutterhaus, das den Kindergarten und das Hospiz hätte weiterführen können, beschließt, sich vom Marthashof zu trennen. Das Anwesen wird dem Gesamtverband der Inneren Mission überlassen. Dieser behält den Kindergarten und baut die anderen Gebäude zu einem Altersheim und einer Unterkunft für Arbeiterinnen um.

Bei den Luftangriffen vom 22. und 23.November 1943 wird der Marthashof völlig zerstört.

 

Literaturhinweis:

Link


© 2020 AIM - AnliegerInitiative Marthashof  ·  Link: http://www.marthashof.org/index.php5  ·  Stand: 12.07.2020 17:47 Uhr